Vier zentrale Bedenken aus der Praxis – und was Unternehmen nach der Einführung tatsächlich erlebt haben.
Sobald das Thema KI im Großhandel aufkommt, sind die Reaktionen selten neutral. Einige sind neugierig, andere klar skeptisch. Und in Gesprächen tauchen immer wieder die gleichen vier Bedenken auf.
Wir haben mit Unternehmen gesprochen, die genau diese Fragen hatten – und sich trotzdem für den nächsten Schritt entschieden haben. Das Ergebnis ist oft klarer als erwartet.
01 – „KI nimmt unserem Team die Arbeit weg“
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Die häufigste Sorge – und absolut nachvollziehbar. Bei JB Foods in Schottland wurde sie offen im Team angesprochen: Wenn Bestellungen automatisch laufen, was bleibt dann noch?
Die Antwort: genau das, was wirklich zählt. Während administrative Aufgaben wegfallen, entsteht Raum für Kundenkontakt, Beratung und Wachstum.
,,Es wird dir nicht den Job wegnehmen. Es macht dich effizienter. Du sitzt nicht mehr nur am Schreibtisch – du bist beim Kunden und schaffst echten Mehrwert."
Wendy Potter, Vertriebsleitung— JB Foods (Scotland) Ltd
02 – „Der persönliche Kontakt geht verloren“

Viele befürchten, dass digitale Bestellprozesse die Beziehung zum Kunden schwächen. Die Praxis zeigt das Gegenteil.
Bei Rowlands, einem traditionsreichen Unternehmen, wurde schnell klar: Weniger Zeit für die Auftragsbearbeitung bedeutet mehr Zeit für echte Gespräche.
,,Kunden entdecken jetzt Produkte, nach denen sie vorher gar nicht gefragt hätten. Und unser Team kann die Zeit, die früher für Voicemails draufging, jetzt tatsächlich in Gespräche investieren."
Peter Rowlands, Geschäftsführer — Rowlands Ltd
03 – „Unsere Kunden werden das nicht nutzen“

Gerade bei langjährigen Kunden wird oft Widerstand erwartet. Doch viele Unternehmen berichten von schneller Akzeptanz.
Ein Großteil der Kunden nutzt neue Bestellmöglichkeiten sehr schnell – vor allem, wenn sie einfacher sind. Und alle anderen können weiterhin wie gewohnt bestellen.
,,Es wird immer Kunden geben, die zögern. Aber die meisten waren offen dafür – einfach, weil es unkomplizierter ist. Und wenn sie es einmal nutzen, gehen sie nicht zurück."
James Berisford, Einsatzleiter — SJB Foods Ltd
04 – „Zu teuer und zu komplex“

Neue Technologie wirkt oft wie ein großes Projekt. In der Praxis zeigt sich ein anderes Bild: Die Einführung ist meist schneller und unkomplizierter als erwartet.
Systeme lassen sich nahtlos in bestehende ERP-Landschaften integrieren und sind innerhalb weniger Tage einsatzbereit.
Der eigentliche Kostenfaktor liegt woanders: in manuellen Prozessen, verlorener Zeit und verpassten Kundenkontakten.
,,Früher haben wir Bestellungen bis Mitternacht bearbeitet. Heute fließt diese Zeit zurück ins Geschäft – in Vertrieb, in Beziehungen, ins Wachstum."
Ross Arnold, Geschäftsführer — Stickleback Fish Company
Keine der befragten Unternehmen beschreibt den Umstieg als komplett reibungslos.
Aber keines von ihnen würde wieder zurückgehen.
Viele Großhändler starten mit Fragen. Die meisten wünschen sich im Nachhinein, sie hätten früher begonnen.
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